Die vorbereitete Umgebung In der Küche und am Tisch Uncategorized

Die Vorbereitete Umgebung beim Essen

Die Eltern sollten den Beginn der Abstillphase feiern und sich so vergegenwärtigen, wie schnell ihr Kind Fortschritte macht. Statt uns mit Feiern und Festessen immer nur das Vergehen der Zeit vor Augen zu führen, wie zum Beispiel an Geburtstagen, sollten wir sie lieber nutzen, um damit jedes Erreichen einer neuen Stufe im menschlichen Wachstum zu markieren. Silvana Quattrocchi Montanaro: Das Kind verstehen; S.95

 

Eines Tages nahm mir meine, damals 5 Monate alte, Tochter meine Banane aus der Hand, biss hinein, strahlte, kaute, schluckte und strahlte wieder.

Der Beikostbeginn ist für viele Familien eine aufregende Zeit und war es auch für uns – das Vertrauen in mein Kind wurde herausgefordert während sich meiner Tochter gleichzeitig eine neue, unabhängigere Welt eröffnete. Ebenso stellten sich viele praktische Fragen: soll das Kind nun alleine sitzen? Woraus soll es essen? Isst es selber oder helfe ich ihm dabei? Und was isst so ein Kind überhaupt?

Meine Tochter durfte von Anfang an selber bestimmen, wie viel sie wovon essen wollte. Manches bekam sie als Fingerfood, anderes nicht. Sie konnte mir auch deuten, was sie wollte und ich half ihr soweit sie es brauchte – denn gerade bei sehr großem Hunger stellte das Essen für sie manchmal eine riesige motorische Herausforderung dar. Da sie noch nicht selbständig sitzen konnte saß sie die ersten paar Monate noch auf meinem Schoß. Wenn mit Kindern das Sitzen nicht geübt wird, entwickelt sich das selbständige Sitzen tatsächlich oft erst deutlich nach dem Beikoststart – nach der freien Bewegungsentwicklung fallen die Anfänge zwischen den 9. und den 16. Lebensmonat.

Bereits zu Beginn war es mir wichtig, dass meine Tochter richtiges Geschirr hat. Klar gab es auch einmal Scherben, allerdings gar nicht so oft. Denn sie lernte schnell, dass der Teller zerbricht und folgerte daraus, achtsamer damit umzugehen. Ich wollte ihr zutrauen, dieses Verantwortungsgefühl zu entwickeln, denn auch Babys sind kooperativ und keine kleinen Zerstörer.

Das Geschirr zu finden war allerdings schwieriger, als ich dachte. Ich war froh, dass mein Mann bereits einiges darüber wusste und mir so Anhaltspunkte geben konnte. Und da ich damals nicht alles gefunden habe, halte ich bereits jetzt meine Augen offen, auch wenn mein Kind noch nicht einmal geboren wurde (und ich bin froh, dass sich mein Nestbautrieb auf diesen einzelnen Aspekt beschränkt).

 

Geschirr und Besteck, das uns gefällt

1. Für Kinder, die gerade erst lernen mit einer Schüssel und einem Löffel umzugehen, mag ich am liebsten Geschirr aus Glas. Es erleichtert dem Kind, seine Bewegungen abzuschätzen und die der Eltern zu beobachten. Außerdem achte ich darauf, dass die Schüsseln auch unten breit sind und somit stabil stehen. Sind die Seitenwände steil ist es einfacher daraus zu löffeln, da ansonsten das Essen schnell vor dem Löffel hergeschoben wird. Wenn die Kinder etwas geübter sind, bieten sich auch undurchsichtige Schüsseln wie 2. an.
3. Die mit großem Abstand handlichsten Gläser, die ich kenne, sind jene von Duralex. Auch wenn sie den Ikea-Gläsern gleichen, sind sie um einiges leichter, stehen ebenso stabil und können, durch die gewellte Form, bereits von sehr kleinen Kindern mit nur einer Hand gehalten werden. Es gibt sie in verschiedensten Größen. Meine Tochter verwendet mit 2,5 Jahren jene mit 130ml Fassungsvermögen.
4. Ich mag diesen kleinen Babylöffel aus Olivenholz. Er ist stabil, hat eine einfache Form und beinhaltet kein Melamin. Da Melamin bereits bei 70 Grad reagiert, und Essen durchaus (vor dem Abkühlen lassen) solche Temperaturen erreichen kann, versuche ich, Melamin zu vermeiden soweit es geht.
5. Meine Tochter hatte ab ca. einem Jahr die Möglichkeit, sich selber Wasser einzuschenken. Wie auch bei den Schüsseln erleichtert es das Einschenken, wenn das Kännchen aus Glas ist. So sieht das Kind unmittelbar, wie die Flüssigkeit reagiert. Ebenso hilft es, wenn die Kanne wenig bauchig ist. Auch hier können bei geübteren Kindern ohne weiteres andere Kännchen, wie etwa 6., angeboten werden.
7. Mittlerweile hat meine Tochter das Essen meistens gut unter Kontrolle, weshalb wir uns auch für Tellerentscheiden können, die wir einfach nur schön finden. Wie etwa für diesen kleinen Teller mit dem schlafenden Bären.
8. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass es so schwierig ist Besteck zu finden, welches wirklich gut in der Hand liegt. Glücklicherweise hatte ein Geschäft in meiner Nähe im Hinterzimmer noch ein paar von dieser Serie. Durch den dickeren, runden Griff können auch kleine Kinder das Besteck gut greifen. Da wir auch ein flaches, metallenes Besteckset besitzen fiel uns der Unterschied wirklich stark auf. Dasselbe gilt für 10., das Buttermesser von Opinel für etwas größere Kinder.
9. Je nach Gericht neigt meine Tochter noch manchmal dazu, Essen versehentlich über den Teller anstatt auf die Gabel zu schieben. Hier sind Teller wie dieser, mit einem erhöhten Rand, praktisch.
11. In meinem Diplomkurs haben mich die winzigen, aber echten Teeservice fasziniert. Auch für Kinder finde ich sie toll – so kann mich meine Tochter also auf eine echte, und nicht nur gespielte, Tasse Tee einladen. Ebenso wie bei den Kännchen habe ich eine aus Glas und eine aus Ton entdeckt. Die Tasse haben wir vom Schweden, sie ist sehr klein, hat aber einen verhältnismäßig großen Griff, so dass auch Kinder sie gut halten können.

 

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