Die vorbereitete Umgebung Schöne Dinge um zu spielen

Spielsachen mit 2,5 Jahren

Heute zeige ich euch ein paar Dinge, mit denen mein Kleinkind sich gerne beschäftigt. Auch wenn die Mithilfe im Haushalt noch immer einen Großteil ihrer Zeit einnimmt werden die Spielsachen immer wichtiger. Ich beobachte seit einigen Wochen, dass sich ihr Spielverhalten sehr ändert: sie spielt viel strukturierter, plant im Voraus und zeigt ein insgesamt abstrakteres Vorgehen. Für mich ist das sehr interessant zu beobachten, da sie nun mit 2,5 langsam den nächsten Abschnitt in ihrer Entwicklung erreicht.

Wenn ich finde, dass sie neue Anregungen auf ihrem Spielregal braucht beginne ich zuerst damit, mein Kind besonders zu beobachten. Schon öfter ist mir passiert, dass etwas lediglich mir gefallen hat, mein Kind aber überhaupt nicht interessierte. Das ist ärgerlich und teuer. Also versuche ich, sie zu verstehen: möchte sie bauen oder stecken, sucht sie sich feinmotorische Herausforderungen, welche Sinneserfahrungen interessieren sie momentan besonders? Ich entwickle ein Gefühl für mein Kind und dafür, wo es momentan steht.

Mit diesem Wissen im Hintergrund beginne ich dann meine Recherche und denke auch darüber nach, was mir selber als Kind besondere Freude bereitete.

Oft denke ich an einen Satz, den eine meiner Referentinnen in der Montessoriausbildung zu uns sagte:

„Wir müssen das Kind nicht dort abholen, wo es steht. Wir begegnen ihm dort, wo es sich befindet.“ (Alexandra Lux)

 

Diese Dinge befinden sich momentan auf ihrem Regal:

  1. Diesen Fädeligel erstand ich im winzigen Ladenlokal vom Spielzeugmacher Martin Plackner in St. Georgen am Attersee. Ich schätze die Spielsachen die dort gefertigt werden sehr. Da er in seinem Geschäft aber auch Dinge verkauft, die nicht von ihm gefertigt wurden, bin ich mir nicht sicher wer den Igel genau hergestellt hat. Was mir besonders gefallen hat ist, dass es bei diesem Fädelspiel keine vorgegebenen Formen gibt, die man nachfahren muss. Gerade für Kleinkinder erleichtert das den Einstieg in die Arbeit und das Kind kann sich ganz auf das Fädeln selber konzentrieren. Ähnliche Tiere findet ihr zum Beispiel hier oder hierhier ist die Homepage vom Spielzeugmacher.
  2. Die Matroschka begleitet uns schon einige Monate und wird noch immer gerne bespielt. Leider ist sie qualitativ nicht besonders gut, sodass ich sie anfangs noch etwas nachbearbeiten musste. Dadurch, dass sie so dick ist, ist es für kleine Hände auch eher schwer, sie zu greifen. Besonders an dieser Matroschka ist allerdings, dass sie aus 10 Teilen besteht und somit, wie viele Montessorimaterialien, auf das Dezimalsystem referiert. Eine ähnliche, und hoffentlich hochwertigere, Version gibt es hier.
  3. Die Regenbogenpyramide ist ein Bauspiel, mit dem sehr intuitiv verschiedene Formen errichtet werden können. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Bauelemente kombiniert werden können und schon für Kleinkinder wirklich spannend – wobei sich auch ältere Besucherkinder und manchmal sogar Erwachsene lange und intensiv damit beschäftigen können. Hier könnt ihr sie finden.
  4. Schleichtiere sind wirklich vielseitig einsetzbar. Es gibt dafür verschiedenste Zuordnungsspiele, durch ihre Detailtreue können mit ihnen aber auch die einzelnen Tierarten genauer untersucht werden.
  5. Diese Klangtreppe ist ebenfalls vom Spielzeugmacher. Ich habe sie gebraucht gekauft und bisher keine vergleichbare gefunden, da die Klangstäbe keine vorgegebene Reihenfolge haben sondern umgesteckt werden können. So entstehen immer neue Klangfolgen und gleichzeitig ist es eine schöne motorische Herausforderung. Bekannter sind Klangbäume, die ebenfalls sehr faszinierend sind, allerdings keine unterschiedlichen Reihenfolgen zulassen – wie etwa dieser hier.
  6. Dieses Instrumentenset besteht aus verschiedenen perkussiven Instrumenten. Ich finde es einen guten Einstieg in das Musizieren, mein Kind setzt sich aber auch gerne mit mir an unser Klavier oder singt mit dem Papa. Unser Set war ein Angebot aber ihr findet viele unterschiedliche im Internet oder Spielzeuggeschäft.
  7. Mein Kind baut momentan Zugstrecken durch das ganze Wohnzimmer – wobei ich mir manchmal nicht ganz sicher bin, ob nicht der Papa dahintersteckt. Auf jeden Fall macht es beiden viel Spaß. Wir haben das alte Zugset vom Schweden, es gibt aber auch davon unzählige Versionen.
  8. Wir haben eine kleine Bauklotzodyssee hinter uns. Tatsächlich haben wir lange gesucht und es kam zu manchen Fehlkäufen. Warum? Die meisten Bauklötze sind lackiert und dadurch sehr rutschig. Kleinkindern wird so das Bauen unnötig erschwert und mein Kind verlor schnell seine Motivation. Wir haben mittlerweile diese Bauklötze aus unbehandeltem Buchenholz und sind damit sehr zufrieden.
  9. Zu guter letzt: vieles kann Spielzeug sein. Von unserem letzten Besuch im Baumarkt brachten wir diese große Schraube mit Mutter mit, welche das Kleinkind tatsächlich lange in seinen Bann ziehen kann. Wenn es ihr zu langweilig wird können wir die Schraube um weitere in anderen Größen ergänzen. Also durchaus ebenfalls ein schönes Spielzeug.

 

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3 thoughts on “Spielsachen mit 2,5 Jahren”

  1. Hallo, ich bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und lese und schau hier sehr gerne.
    Darf ich fragen, wo du das kleine Schälchen gefunden hast, auf Bild 1 & 9 und das Körbchen von Bild 4?

    Die Klangtreppe sieht wirklich sehr schön aus, zu schade, dass es so etwas schönes nicht noch einmal gibt.

    1. Hallo,
      das freut mich sehr. Die „Schälchen“ von Bild eins und neun sind einfache, kleine Sperrholzdöschen aus dem Bastelbedarf. Und der Korb auf Bild 4 ist vom Spielzeugmacher (er verkauft ihn als Korb für die Geometrischen Körper). Ich habe aber auch ein ähnliches, sehr hübsches Körbchen vor einiger Zeit bei Interio gekauft.
      Wegen der Klangtreppe kannst du den Spielzeugmacher auch fragen – er macht durchaus auch Auftragsarbeiten, wenn es sich bei ihm zeitlich ausgeht.

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